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Dienstag, den 31. Januar 2012 um 13:22 Uhr

 Generation Facebook Cyber

Generation Facebook Cyber-Mobbing toppt sexuelle Belästigung im Netz

Quelle: springermedizin.deQuellendetails Quellendetails

publiziert am: 11.1.2012 15:00 Quelle: springermedizin.de Autor: Dr. Christine Starostzik basierend auf: Jones, L M et al. Journal of Adolescent Health 2011, online first

Heute beleidigt man online - vor großem Publikum...

© Günther Menzl / fotolia.com

Wie hat sich die Belästigung von Jugendlichen durch pornografische Darstellungen, schlüpfrige Angebote oder sonstige Bekundungen im Internet im Laufe der Zeit entwickelt? Dieser Frage ging eine amerikanische Studie nach, die die Ergebnisse von drei Telefoninterviews (YISS-1, -2, -3) mit über 1500 Internetnutzern zwischen 10 und 17 Jahren verglich.

Weniger Sex, weniger Pornos – immer weniger Jugendliche fühlen sich durch unseriöse Online-Angebote belästigt. Der sexuellen Anbiederung per Link im Netz oder per E-Mail scheint langsam die Luft auszugehen. Während im Jahr 2000 noch jeder fünfte Jugendliche von unerwünschten Angeboten berichtete, waren es 2005 noch 13%, und bei der Befragung im Jahr 2010 war der Anteil derer, die sich im vergangenen Jahr online sexuell belästigt gefühlt hatten, auf 9% gesunken. Dabei blieb die Quote der aggressiven Online-Anmache, der sich ein versuchter oder realer Offline-Kontakt anschloss, über die Jahre relativ konstant. Auch auf pornografischen Seiten landen Kinder, etwa durch Fehler bei der Eingabe, Pop-ups oder Spam-E-Mails, heute deutlich seltener unbeabsichtigt. Zwischen 2000 und 2005 stieg die Quote der Kinder, die ohne Absicht auf pornografische Inhalte klickten zwar noch von 25 auf 34%, bei der letzten Befragung 2010 lag deren Anteil jedoch bei 23%.

 

Die AutorInnen dieser Studie kommen zu dem Ergebnis, dass Kinder und Jugendliche über die Gefahren im Netz besser informiert sind. Dennoch bedarf es weiter Aufklärung und Unterstützung, wenn es zu sexueller Belästigung gekommen ist.